Wie alles begann

Wenn der Sommer sich verabschiedet und die Kornfelder abgeerntet sind, dann wurden die Eltern langsam unruhig und wir Kinder wussten; Die Kirmes kütt.

Die Schützen zogen an der Zinkhütte ein, bei Zaum gab es ein Platzkonzert und was noch wichtiger war, eine Kinderbelustigung mit Eierlaufen ,Sackhüpfen und Würstchenschnappen.

Es gab eine prachtvolle Parade mit buntgekleideten Schützen und mittendrin ein besonderer Haufen

" DieEdelknaben".

Das müsste doch toll sein bei denen mitmachen zu dürfen. Also wurde zuhause so lange gequengelt bis alle Voraussetzungen zum Eintritt in den Schützenverein geschafft waren. Viel zu schnell war die Edelknabenhose zu kurz geworden, die Schulzeit war zu Ende und es kam die Frage: Wie geht`s weiter ?

 

Drei Ex-Edelknaben, Karl-Rainer Knabe, Helmut Wyrwich ,Gerd Maurer sowie Heinrich (Harry) Lank und Udo Nix gründeten einen Tellschützenzug. Im nächsten Jahr kamen Peter Wendeler, Günther Lüllwitz (Gasper),Reinhard Kehren und Johannes Schmitz dazu.

Doch dann sollte es richtig losgehen. Verstärkt durch Wolfgang (Eichi) Eichelbaum, Aribert Ellrich, Walter Bolle, Franz - Josef van Baal , Johannes Schmitz und Klaus Scholz waren wir 15 Mann stark.

Von der Jägerkompanie kam eine Anfrage ob wir nicht Lust hätten den Platz des 2.Jägerzuges einzunehmen. Nach einer kurzen Versammlung stimmten alle zu und wir waren

der 2. JÄGERZUG

Jetzt musste nur noch ein zünftiger Name her.

Der 3. Jägerzug nannte sich:" Edelweiss" ,uns fiel nichts anderes ein als auch eine Blume mit einer Farbe zu verbinden." Rosen-Rot" Wohl doch nicht das richtige für uns." Quitten - Gelb" Igitt. "Gras - Grün". Naja ,die Farbe passte zwar- aber ???

Da wir fast alle Fussballer im SSV Delrath, und in der dritten Halbzeit blau wie die Veilchen waren lag der Name eigentlich ganz nah:

VEILCHENBLAU

Wachlokal wurde Gaststätte Heller. Nachdem der Wirt Manfred Heller sein Lokal in Delrath aufgab,wechselten wir zur Bahnhofs-Gaststätte Alois Richrath. Dort wurden auch regelmässig Zugversammlungen abgehalten , die ohne weiteres bis zum Morgengrauen dauern konnten.

"(Schocken/ Häufeln/Poker)"

Die Kirmes wurde Freitags mit dem Abholen der Uniformen eröffnet. Legendär waren dabei die Versammlungen gemeinsam mit dem 3. Jägerzug, die damit endeten das Richrath`s Gerd sein "Ganz in Weiß" und Borghans` Leo seinen "Linke Loopersmann" vortrugen.